Pressemitteilung zu Pegida am 11. Januar 2016

Unbeeinträchtigter Protest muss weiterhin möglich sein! 

Heute haben die Münchnerinnen und Münchner wieder ein eindrucksvolles Zeichen gegen Pegida und die dort mitlaufenden Nazis gesetzt.

Rund 1000 Gegendemonstranten nahmen die rassistische Hetze an dem historisch belasteten Ort vor der Feldherrnhalle nicht unwidersprochen hin.

„Leider beeinträchtigten polizeiliche Maßnahmen sowohl den Gegenprotest am Odeonsplatz wie auch eine angemeldete Kundgebung am Platz der Opfer“ kritisierte Micky Wenngatz, die Vorsitzende des Vereins MÜnchen ist bunt! So erschwerten diese polizeiliche Maßnahmen die Möglichkeit der sogenannten opponierenden Teilnahme am Odeonsplatz und ein Wechseln zwischen den beiden Versammlungsorten.

An der Kreuzung Brienner Straße/ Oskar-Von-Miller-Ring fanden sich schließlich spontan zahlreiche Münchnerinnen und Münchner zu einer friedlichen Sitzblockade ein. Nachdem Pegida daraufhin umgeleitet wurde, standen die Gegendemonstranten auf – wurden jedoch von den Einsatzkräften durch einen Polizeikessel am Verlassen des Orts gehindert. Nach den Wahrnehmungen Umstehender gingen dabei mehrere Demonstranten teilweise verletzt zu Boden. Aus unserer Sicht bedarf es mit Blick auf die weiteren Pegida-Demonstrationen und die notwendigen Gegenproteste für solche Fälle einer klaren Deeskalationsstrategie.

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