Am vergangenen Donnerstag, dem 10. September 2026, fand im Carl-Orff-Saal des Kulturzentrum Fat Cat die dritte Veranstaltung unserer Reihe „Wehrhafte Demokratie“ statt. Vor einem ausgebuchten Saal durften wir den renommierten leitenden Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung sowie promovierten Juristen und Kriminologen Ronen Steinke begrüßen. Er ist vielen auch aus den sozialen Medien bekannt und bereichert öffentliche Debatten regelmäßig mit seinen fundierten Analysen.
Leider konnte Charlotte Knobloch nicht wie geplant teilnehmen. Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage wurde ihr von einer Anreise nachdrücklich abgeraten.
Micky Wenngatz fand hierfür zu Beginn die passenden Worte:
„Wir wollten heute die Münchener Ehrenbürgerin und großartige Kämpferin gegen Rechtsextremismus und für ein offenes München, Charlotte Knobloch begrüßen. Ich finde das sehr bedauerlich und erschreckend. München ist bunt ist immer an der Seite der jüdischen Münchener*innen und Münchenern“
Spannende Impulse zu Meinungsfreiheit und Demokratie
Im anschließenden Gespräch zwischen Micky Wenngantz und Ronen Steinke drehte sich alles über die Grenzen und die Definition unserer Meinungsfreiheit. Dabei ging es um eine Reihe spannender und hochinteressanter Themen – etwa zu Parteiverboten, bis hin zu rechtlicher Definition von Beleidigung oder die Rolle sozialer Medien.
Im zweiten Teil des Abends war das Publikum gefragt: Ihr hattet die Chance, eure Fragen direkt an Ronen Steinke zu richten, was zu einem wertvollen Austausch führte.
Micky Wenngatz betonte:
„Abende wie heute sind entscheidend, um demokratische Teilhabe und den Austausch ganz im Sinne der Meinungsaustausch zu stärken. Dass dies heute so erfolgreich mit Ronen Steinke möglich war, freut uns sehr.“
Schließlich hattet ihr die Möglichkeit, ein Exemplar von Ronen Steinkes neuem Buch „Meinungsfreiheit“ zu erwerben und persönlich signieren zu lassen.
Wir blicken auf einen rundum gelungenen, inspirierenden Abend zurück und danken allen Beteiligten herzlich – insbesondere dem Team des Fat Cat für die Räumlichkeiten sowie Ronen Steinke für seinen Besuch in München. Wir hoffen, dass die Veranstaltung Ihnen neue Impulse und Motivation für das tägliche Engagement für unsere Demokratie mitgegeben hat.
»Wir mussten die Gespräche mit den Hochschulen einfordern. Wenn wir als Jüdinnen & Juden das nicht gemacht hätten, hätte es niemand gemacht,« so Naomi Tamir, Vorstandsmitglied @JSUDeutschland & koordiniert die jüd. Hochschulgruppe an der @HHU_de.
„München ist bunt!“ e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich gegen Rassismus und Menschenverachtung sowie für eine demokratische und tolerante Stadtgesellschaft einsetzt.
Wir glauben, dass man gegen Rechtsextremismus am wirksamsten mit Initiativen und Projekten vor Ort angehen kann. Deswegen arbeitet der Verein mit lokalen politischen Institutionen – den Stadtteilparlamenten (Bezirksausschüssen) – und anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammen. „München ist bunt!“ finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
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